Niederlage gegen Baunatal

„Wenn wir punkten wollen, reicht es nicht dass 8, 9 Spieler sich auf dem Feld füreinander, aufopfern und zerreißen, hierfür benötigen wir jeden, der an dem Tag das Spielfeld betritt“, erklärt Bad Wildungens Trainer Pascal Böcher nach der 23:26 Niederlage in Baunatal. Im letzten Auswärtsspiel der Saison hatte sich die HSG Bad Wildungen eigentlich mehr vorgenommen, aber die Anfangsphase im Wildunger Spielaufbau war geprägt von sehr vielen technischen Fehlern.

Völlig ängstlich und wie am Boden festgeklebt bewegten sich die Gäste im Angriff über den Hallenboden. Im Abwehrverband agierte Wildungen zu zaghaft und einen Schritt langsamer als der Gegner. So erklärt sich die drei Tore Führung der Gastgeber, die die heimische HSG von Anfang an vor der Nase hatte (6:3). Wildungen kam absolut nicht richtig in Schwung und daran sollte sich im Angriff bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit auch nicht viel ändern. Baunatal konnte ungestört ihr Spiel aufziehen und gestalten.

Erst in der 24. Minute beim Stand von 10:7 für die Baunataler kam der Stein ins Rollen. Bis zur Halbzeit legten die Gäste einen 5:2 Lauf hin. Das war das Resultat aus einer sehr guten Abwehrarbeit und der daraus resultierenden Ersten/Zweiten Welle. „Die wir leider viel zu selten nutzen, obwohl wir sie ziemlich gut beherrschen, wenn wir das wollen“, so der Trainer. „Durch diese plötzliche Sinneswandlung im Spiel waren die Gastgeber etwas irritiert, ärgerlich dass wir damit nicht früher angefangen haben“, fügt er hinzu.

Die zweite Halbzeit wurde bis zur 45. Minute ausgeglichen gestaltet, keine der beiden Mannschaften setzte weder im Angriff noch in der Abwehr Akzente (21:21). Die kommenden sechs Minuten kosteten beide Teams Kraft, ohne das sie Nutzen daraus ziehen konnten. Bis zur 52. Minute fiel kein einziges Tor. „Wir haben genau in dieser Phase vorne im Angriff nichts auf die Kette bekommen“, erklärt Böcher.

„Am meisten ärgert mich in dieser Phase alte Verhaltensmuster, die davon geprägt sind, dass wir kopflos in selbst-kreierten Einzelaktionen auf das Tor werfen. Diese 4-5 Aktionen und die Tatsache, dass der Einsatz sowie der Wille bei manchen nicht ganz gestimmt haben, sind der Grund, dass wir nichts Zählbares mitnehmen konnten“, lautet sein abschließendes Fazit.

Tore für Bad Wildungen: Buchholz 6, Lambrecht 4, Jan Appel 4, Thomas 4, Ruf 2, Heerdt 2, Böttner 1

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