Ärgerliche Niederlage

„Meine Mannschaft hat absolut überragend gespielt, ich bin mehr als zufrieden“, sagt Bad Wildungens Trainer Pascal Böcher nach der 23:24 Niederlage. „Ärgerlich ist, dass man zu so einem Spiel nur einen Schiedsrichter schickt und dieser dann auch noch einen ziemlich gebrauchten Tag erwischt“, hadert er hingegen mit dem Unparteiischen. Mit vollem Kader empfing die HSG Bad Wildungen den Neunten aus Baunatal. Mit im Kader hatte die Eintracht zwei Spieler aus der ersten Mannschaft. Die Gastgeber starteten sehr gut in die erste Halbzeit und ab der neunten Minute beim Stand von 4:4, legte die HSG Abwehr mit ihrem Keeper einen riesen Job aufs Parkett.

In den kommenden sechs Minuten gelang durch eine effektive Abwehr und einem bestens aufgelegte Lukas Goethe ein 6:1 Lauf. Nach einer kleinen Schwächephase gelang es den Baunatalern auf 9:10 heranzukommen. Doch dann gelang es der HSG noch mal zu fokussieren und bis zur Halbzeit auf 12:9 zu erhöhen. Einen Schreckensmoment gab es zuvor in der 28. Minute. In der ersten Welle wurde Jan Appel von seinem Gegenspieler so übel aus der Luft gepflückt, dass er keine Chance mehr hatte sich irgendwie abzufangen. Appel schlug mit dem rechten Kopf auf den Boden auf und zog sich eine Cut über dem Auge zu.

Er musste direkt ins Krankenhaus und konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Die erste Halbzeit hatte sehr an den Kräften gezehrt. „Wir haben leider nicht mehr diesen Zugriff in der Abwehr zeigen können, dies lag aber nicht alleine an uns. An dieser Stelle mussten wir einige Entscheidung des Unparteiischen hinnehmen, die mehr als nur fragwürdig waren. Von Sieben-Metern und Freiwürfen, die aus dem Nichts gegeben wurden.

Das hatte den Effekt, das wir die Köpfe etwas hängen ließen, keine Aktion wurde mehr belohnt“, erklärt Böcher. Das Spiel in der zweiten Hälfte verlief ab der 44. Minute auf Messers Schneide. Es ging hin und her und immer wieder stand Wildungen in der Abwehr ewig langen Angriffen der Baunataler gegenüber. In Minute 58:45 kamen die Gäste beim 23:23 in Ballbesitz. Eine Minute und 14 Sekunden durfte die Eintracht ihren Angriff auskosten.

Doch die Gastgeber erkämpften sich den Ball und hatten nun 19 Sekunden für den eigenen letzten Angriff nach ihrer genommenen Auszeit. Baunatal spekulierte und wurde belohnt. Ein Pass etwas zu nah an der Abwehr und der Ball war beim Gegner. Doch Denis Buchholz schaltete Blitzschnell, durch seine Schnelligkeit gelang es ihm den Gegenspieler einzuholen, er spielte den Ball während des Prellens aus der Hand, anschließend kollidierte er mit seinem Gegenspieler.

Der Schiedsrichter entschied auf 7-Meter und rote Karte mit Bericht. „Egal wie man entscheidet, aber die blaue Karte war völlig daneben. Der Siebenmeter ist vertretbar, aber die blaue Karte eine riesen Fehlentscheidung“, schimpft Böcher. „Zum Glück konnte diese nach Rücksprache mit dem Klassenleiter revidiert werde“, fügt er abschließend hinzu.

Tore für Bad Wildungen: Kleinert 5, Kirschnick 4, Jan Appel 3, Lambrecht 2, Thomas 2, Böttner 2, Mentel 1, Heerdt 1, Schott 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.