Chaosspiel gegen Zwehren

Eine bittere Niederlage musste die HSG Bad Wildungen gegen die HSG Zwehren einstecken. Bitter, vor allem, weil es kurz vor Ende der Partie zu einem Chaos auf dem Feld kam, ausgelöst durch die beiden Schiedsrichter. „Die beiden haben das Spiel alleine entschieden“, sagt Wildungens Trainer Pascal Böcher immer noch fassungslos. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Für beide Teams“, fügt er hinzu. Aber der Reihe nach. Die HSG Bad Wildungen fand gut in die Partie und war von Beginn an präsent.

Die heimische HSG opferte sich in der Abwehr auf und gab im Angriff richtig Gas. Wildungen legte vor und Zwehren nach. So entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Über 10:10, 11, 13:12 und 14:13 setzte sich die Böcher Sieben völlig verdient zum 17:15 Halbzeitstand ab. „Wenn wir ein Tor bekommen haben, haben wir nachgelegt und mit erster, zweiter Welle ein Gegentor gemacht“, lobt Böcher die erste Hälfte seiner Mannschaft. In der zweiten Halbzeit lief das dann nicht mehr so gut. Das lag vor allem daran, dass Denis Buchholz nach einem Foul nicht mehr weiterspielen konnte.

Buchholz wurde in der Luft heftig gestoßen und knallte mit voller Wut auf sein Steißbein und konnte nicht mehr aufstehen. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Für Buchholz kam Tobias Böttner nach seiner langen Verletzungspause wieder zum Einsatz. Böttner zeigte eine gute Leistung in Abwehr und Angriff, auch wenn es noch ein wenig an der Abstimmung fehlte. Bis zum 31:32 lief alles gut. Aber dann griffen die Schiedsrichter ins Geschehen ein. Zwehren erzielte ein Tor, Wildungen lief einen Tempogegenstoß und traf ebenfalls. Dieses Tor wurde aber nicht gegeben. „Uns wurde nicht erklärt wieso, weshalb, warum“, schildert Böcher.

„Danach gab es Auszeit auf beiden Seiten mit völligem Chaos am Zeitnehmertisch. Zwehren wollte sich positionieren zum Anpfiff, aber auf einmal hatten wir wieder den Ball. Das Tor hatte aber nicht gezählt, keiner wusste mehr wo vorne und hinten ist. Die Schiedsrichter haben beide Seiten der Bank nicht informiert, was sie eigentlich gepfiffen haben“, so der Trainer weiter. Es herrschte völlige Ratlosigkeit auf allen Seiten. Durch dieses ganze Chaos kam Wildungen wieder in Ballbesitz, verwarf aber und Zwehren erzielte den 34:32 Endstand.

Nach einer weiteren Diskussion mit den Schiedsrichter nach Spielende entschied sich Bad Wildungen von einem Einspruch absehen. „Die Schiedsrichter haben uns Erklärungen geliefert, die so nicht mehr nachzuvollziehen sind. Wir haben von einem Einspruch abgesehen, weil es wahrschlich als Tatsachenentscheidung gewertet worden wäre“, erklärt Böcher abschließend.

Tore für Bad Wildungen: Jan Appel 11, Buchholz 6, Hampel 4, Lambrecht 3, Thomas 3, Juma 3, Schott 1, Böttner 1

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